Meine Leidenschaft für die Fotografie hat sich über viele Jahre entwickelt – leise, neugierig und immer begleitet von einer großen Reiselust. Anfangs standen vor allem private Motive und das unmittelbare Umfeld im Mittelpunkt, doch mit der Zeit wuchs der Wunsch, Fotografie bewusster und erzählerischer einzusetzen. Ein entscheidender Wendepunkt war ein Workshop zur Reisefotografie im Jahr 2019, der mir neue Perspektiven auf Bildgestaltung und fotografisches Erzählen eröffnete.
Seitdem verbinde ich das Reisen konsequent mit künstlerischer Fotografie. Besonders prägend waren meine Reisen nach Indien, darunter Kerala, die Himalaya‑Region und das hinduistische Pilgerfest Kumbh Mela in Prayagraj. Dort entstanden intensive Bildserien, die Spiritualität, Alltagsleben und die Dynamik großer Menschenmengen miteinander verbinden. Es folgten fotografische Arbeiten im Iran, deren Schwerpunkt auf Begegnungen, Stimmungen und dem Leben jenseits medialer Stereotype liegt. Auch Reisen nach Vietnam und Kambodscha bereicherten mein fotografisches Portfolio und erweiterten meinen Blick für kulturelle Feinheiten.
Künstlerisch arbeite ich überwiegend dokumentarisch, kombiniere diesen Ansatz aber mit einer feinfühligen, oft ruhigen Bildsprache. Neben Farbe spielt auch Schwarz‑Weiß‑Fotografie eine wichtige Rolle. Zudem experimentiere ich mit ICM (Intentional Camera Movement), um Bewegung, Emotion und Atmosphäre malerisch zu interpretieren. Meine Arbeiten wurden in mehreren Ausstellungen gezeigt, unter anderem im Rahmen des Künstlerforums Schau‑Fenster Erftstadt, dessen Vorsitz ich mittlerweile übernommen habe.
Fotografie bedeutet für mich, Menschen und Kulturen mit Respekt zu begegnen und Momente festzuhalten, die verbinden – jenseits von Grenzen, Vorurteilen und schnellen Bildern.